WAS ist eine Kfz-Insassenunfall- und eine Kfz-Rechtsschutzversicherung?  


Chauffieren Sie Ihr(e) Kind(er) täglich zur Schule? Nehmen Sie Freunde (der Kinder), die Nachbarin… in Ihrem Auto mit? Eine Kfz-Insassenunfallversicherung bietet mir und meinen Beifahrern Versicherungsschutz in meinem Auto, wenn es zu einem Unfall kommt. Im Gegensatz zur gesetzlich verpflichtenden Kfz-Haftpflichtversicherung ist eine Kfz-Insassenunfallversicherung freiwillig. Auch eine Kfz-Rechtsschutzversicherung kann ich freiwillig abschließen. Diese deckt meine Anwaltskosten und die Gerichtskosten ab, die mir blühen, falls ich nach einem Autounfall anwaltliche und gerichtliche Streitigkeiten mit einem fremden Autolenker, dem „Unfallgegner“, habe (etwa über die Schuldfrage).  


WAS habe ich von einer Kfz-Insassenunfall- und einer Kfz-Rechtsschutzversicherung?   


Eine Kfz-Insassenunfallversicherung sichert mich vor den Kosten ab, die anfallen, wenn ich und/oder meine Beifahrer bei einem Unfall mit meinem Auto zu Schaden kommen. Diese Kosten können schnell sehr hoch werden: Schon allein die Bergungs- und Behandlungskosten, wenn mehrere Insassen schwer verletzt werden, sind nicht zu unterschätzen. Also nützt eine Kfz-Insassenunfallversicherung, wenn ich Vielfahrer bin und/oder oft Familienangehörige & Freunde im Auto chauffiere. Aber sie ist auch dann wichtig, wenn bei meinem verschuldeten Autounfall Fremdinsassen (Arbeitskollegen, die Nachbarin…) verletzt werden – und dann riesige finanzielle Schadenersatzansprüche an mich stellen. Aber Achtung: Kfz-Insassenunfallversicherungen zahlen nicht, wenn ich den Unfall betrunken verursacht habe.

Eine Kfz-Rechtsschutzversicherung schafft mir einen finanziellen Poster, wenn mein Autounfall Kosten für Anwälte und Gerichtsverhandlungen nach sich zieht. Und sie kann mir zur „Waffengleichheit“ dienen, falls mein Unfallgegner ebenfalls eine Kfz-Rechtsschutzversicherung nützt. Ich kann sie also „aktiv“ nützen: zum Durchsetzen meiner Ansprüche, wenn ich mich im Recht fühle. Und ich kann sie „passiv“ nützen: zum Wehren gegen eine –meiner Meinung nach ungerechtfertigte- Beschuldigung durch meinen Unfallgegner.      


WIE komme ich zu einer Kfz-Insassenunfall- und einer Kfz-Rechtsschutzversicherung?   


Beide freiwilligen Versicherungsarten werden von verschiedenen privaten Versicherungsgesellschaften angeboten. Ich kann mir zum Vergleich von unabhängigen Maklern, Versicherungsagenten oder Außendienstmitarbeitern der Versicherungsgesellschaften verschiedene Angebote legen lassen. Vor Versicherungsabschluss sollte ich kalkulieren, wie hoch ich versichert sein will, damit ich im Falle des Falles nicht unterversichert bin. Damit ich bei den drohenden Kostenblöcken (Ansprüche von verletzten Beifahrern, Anwaltskosten, Gerichtskosten...) nichts vergesse oder die potenzielle Höhe von drohenden Kosten (rasch höher als man glaubt) nicht unterschätze, ist eine vorherige Beratung über einen ausreichend hohen Deckungsschutz durch unabhängige Spezialisten vor Versicherungsabschluss hilfreich. 


WANN hat eine Kfz-Insassenunfall- und einer Kfz-Rechtsschutzversicherung für mich Sinn? 


Eine Kfz-Insassenunfallversicherung ist dann sinnvoll, wenn ich viel unterwegs und/oder ich öfters Beifahrer in meinem Auto mitnehme bzw. mitnehmen muss, egal ob Familienangehörige, Freunde oder andere. Weil da natürlich das Risiko besteht, dass diese bei einem von mir verschuldeten Unfall verletzt werden, als wenn ich ohnehin immer alleine unterwegs bin. 

Eine Kfz-Rechtsschutzversicherung zahlt sich heute `leider` schon aus, weil immer mehr Unfalllenker eine solche schon nützen und ich ohne Versicherung

dann drohende Anwalts- und Gerichtskosten „ohne Netz“ bestreiten muss. 


WAS kostet (mich) eine Kfz-Mitinsassenunfall- und eine Kfz-Rechtsschutzversicherung?


Die Höhe der Prämie für eine Kfz-Insassenunfallversicherung variiert je nach Versicherungsgesellschaft und je nach der Höhe der Versicherungssumme. Da sie eine freiwillige Versicherung ist, kann ich mir die Versicherungssumme, also die Höhe meines Deckungsschutzes, selbst aussuchen. Die Größenordnung meiner Prämienkosten bewegt sich ab 100-120 Euro pro Jahr. Wobei: Die Kfz-Insassenunfallversicherung ist die einzige Autoversicherung, die ich beim Steuerausgleich als Sonderausgaben von meiner jährlichen Lohn- und Einkommensteuer absetzen kann: weil sie eine Unfallversicherung ist.

Die Prämienkosten für eine Kfz-Rechtsschutzversicherung liegen in der Größenordnung ab 3-400 Euro pro Jahr. In der Versicherungsleistung ist neben der Deckungssumme oft eine anwaltliche Beratungsstunde enthalten.  

Die Prämie kann aber auch höher sein, wenn ich mir meinen Anwalt selbst aussuchen will (statt des von der Versicherung gestellten) und wenn ich auch Strafverfahren mit hoher Strafandrohung abgedeckt haben will. 


WAS ist der Unterschied zwischen einer Insassenunfallversicherung und einer privaten Unfallversicherung?


Eine private Unfallversicherung versichert mich gegen die Folgekosten, die mir aus meinem Freizeitunfall entstehen (Bergungs- und Rückholkosten, Taggeld im Spital, evt. Unfallrente). Die Kfz-Insassenunfallversicherung deckt hingegen die Kosten, die mir blühen, wenn ich und/oder meine Beifahrer bei einem Unfall mit meinem Auto zu Schaden kommen. 


WER so seine Erfahrungen mit Insassenunfallversicherung und Rechtsschutzversicherung hat


„Da man bei einem selbstverschuldeten Unfall keine Haftpflichtansprüche an sich selbst stellen kann, ist die Insassenunfallversicherung für den Lenker, der ja sonst beim selbstverschuldeten Unfall keinerlei Ersatzleistung erhält, besonders wichtig. Weiters auch für jene Unfälle, bei denen ein Schuldiger nicht festgestellt werden kann.“ (Verband der Versicherungsunternehmen Österreichs)

„Die Kfz-Rechtsschutzversicherung stellt einen sinnvollen Schutz dar, da in diesem Bereich die häufigsten Rechtsschutz-Schadensfälle auftreten. Die Prämienunterschiede sind beträchtlich, ein Vergleich lohnt sich daher in jedem Fall.“ (Arbeiterkammer) 


WARUM so ernst?


„Wenn einer einen Versicherungsvertrag durchliest und dann von hinten bis vorne versteht, dann ist das ein Supermann.“ (Dr. Karl Wrumen, österreichischer Versicherungsmakler)

„Jede Versicherungspolizze hat zwei Seiten. Auf der Vorderseite wird man versichert. Und auf der Rückseite wird man verunsichert.“ (Werner Mitsch, deutscher Aphoristiker)




     

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