WAS ist eine „§3.1.15 Vorsorge“? 


007, 08/15 und 11.11. kennen wir. Aber was ist §3.1.15? Die Zahl steht für jenen Paragraf im Einkommensteuergesetz, in dem diese Vorsorgemöglichkeit geregelt ist. Denn die „§ 3.1.15 Vorsorge“ ist eine betriebliche Vorsorgevariante für Arbeitnehmer, die eben auch steuerlich begünstigt ist. In der Praxis kann mir mein Dienstgeber eine für meine Vorsorge zweckgebundene „Zuwendung“ gewähren. Diese ist mit maximal 300 Euro pro Jahr „gedeckelt“ und mein Arbeitgeber kann diese Summe für mich Arbeitnehmer in folgende Vorsorgesparten investieren: Krankenversicherung, Unfallversicherung, Lebensversicherung oder Ablebensversicherung.


WAS habe ich von einer § 3.1.15 Vorsorge?


Die § 3.1.15 Vorsorge ist de facto einem völlig steuerfreien Gehaltsbestandteil gleichzusetzen. Denn ich muss von dieser Zuwendung meines Arbeitgebers weder Lohnsteuer noch Sozialversicherungsabgaben zahlen.


WIE komme ich zu einer § 3.1.15 Vorsorge?


Es gibt in der Praxis zwei unterschiedliche Modelle der § 3.1.15 Vorsorge: Das arbeitgeberfinanzierte Modell, und die arbeitnehmerfinanzierte Variante mittels freiwilliger „Bezugsumwandlung“ zugunsten ebendieser steuerbegünstigten Vorsorgezahlung. Beim arbeitgeberfinanzierten Modell überweist mein Arbeitgeber –zusätzlich zu meinem normalen Bruttogehalt- noch maximal 300 Euro an eine betrieblich vereinbarte Krankenversicherung, Unfallversicherung, Lebensversicherung oder Ablebensversicherung. Ob ein entsprechender Rahmenvertrag zwischen meinem Arbeitgeber und einem Versicherungsunternehmen existiert, kann ich bei meinem Arbeitgeber oder beim Betriebsrat erfragen. 


Wenn hingegen kein arbeitgeberfinanziertes Modell in meinem Unternehmen existiert, kann ich meinen Arbeitgeber um eine Bezugsumwandlung ersuchen. Bei diesem arbeitnehmerfinanzierten Modell einige ich mich mit meinem Arbeitgeber darauf, dass monatlich maximal 25 Euro (also maximal 300 Euro pro Jahr) meines Bruttogehaltes für die § 3.1.15 Vorsorge verwendet werden. Das Einverständnis meines Dienstgebers ist schon deshalb notwendig, weil die Abwicklung der Überweisungen über die Personalverrechnung meines Unternehmens läuft.  


WANN hat eine § 3.1.15 Vorsorge für mich Sinn? 


Die § 3.1.15 Vorsorgemöglichkeit hat eigentlich immer einen Sinn für mich. Es gibt aktuell keine steuerlich stärker unterstützte Vorsorgevariante am österreichischen Markt. Und man hat ja schliesslich -steuerlich- nichts zu verschenken…


WAS kostet mich eine § 3.1.15 Vorsorge?


Maximal 25 Euro im Monat von meinem Bruttogehalt. Und das auch nur in der arbeitnehmerfinanzierten Variante mittels freiwilliger Bezugsumwandlung zugunsten meiner betrieblichen Eigenvorsorge. Je nach meiner Progressionsstufe bei der Lohnsteuer bleibt mir von meinem Bruttogehalt netto mehr über als wenn ich die  § 3.1.15 Möglichkeit nicht nütze. Und bei der arbeitgeberfinanzierten Variante habe ich als Arbeitnehmer gar keine Aufwendungen.


WER so seine Erfahrungen mit Vorsorge hat: 


„Vorsorge verhütet Nachsorge.“ (Sprichwort aus Deutschland)


WARUM so ernst? 


„Viele Menschen könnten ein hohes Alter erreichen, wenn sie nicht so eifrig dafür vorsorgen würden.“ (Sprichwort aus Amerika) 



     

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